Sprache x

23 Apr 12

Unsere Sprache als kulturelles Mittel der Abgrenzung zu Tieren

Wenn der Sprache eine entscheidende Macht zugeschrieben werden kann, die große Kluft zwischen Mensch und Tier zu begründen und aufrechtzuerhalten, so sollte umgekehrt auch angenommen werden, dass eine sprachliche Macht besteht, diese Kluft zu verkleinern und sie eines Tages vielleicht sogar Geschichte werden zu lassen. Für den Tierschutz und das Tierrecht besteht somit eine der größten Aufgaben der Zukunft u.a. auch darin, Sprache als eines der bedeutendsten Phänomene der Grenzziehung zwischen Mensch und Tier ernst zu nehmen und in gemeinsamen Ansätzen an ihrer Veränderung zu arbeiten.

via Die Macht der Sprache – richtige Wortwahl – Albert Schweitzer Stiftung.

16 Sep 09

Redensarten werden im Gehirn langsamer verarbeitet

wissenschaft.de – Eine lange Leitung für Metaphern

13 Aug 09

Ein solches intellektuelles Jammertal, ein demoralisierendes Kampffeld, spiegelt sich in jenen Tagen in unseren Straßen wider. Es ist Wahlkampf: Gesichter, Brüste und Parolen prangern von Plakaten. Die verschlagwortisierte Gesellschaft wirft mit Wortfetzen um sich, die keiner erst verstehen muß, weil sie an sich sowieso schon verständlich sind, weil man ohnehin wusste, was gemeint war. Der Wahlkampf ist die absolute Perversion des verstümmelten Wortes, ist die höchste Disziplin des Sprechens, ohne dabei etwas zu sagen, dabei aber den Zuhörern Glauben machend, genau das gesagt zu haben, was ihnen schon immer unter den Nägeln brannte. Es ist die Kunstfertigkeit, den entwöhnten Menschen handzuhaben.

Verrat am Mitgeteilten

20 Aug 06

Sie [Die Sprache] bietet also dem Menschen das, was er in der Lebenspraxis braucht: eine Welt mit eingebauter Gebrauchsanweisung. Wer daher in der Lage ist, die Sprache einer Sprachgemeinschaft zu beeinflussen und im Extremfall zu manipulieren, beeinflusst oder manipuliert dadurch deren ganzes Selbst- und Weltverständnis, ihr historisches und politisches Situationsbewusstsein. Das alles kann ohne den Lärm und die spektakulären Vorgänge des Waffenkrieges kaum bemerkbar auch „im tiefsten Frieden“ erfolgen.
Quelle: Ernst Topitsch, Sprache als Waffe, PDF-Datei

Übersetzungsfehler können Missverständnisse hervorrufen, deren Folgen nicht immer absehbar sind. Das ist oder sollte bekannt sein. Doch selten werden solche Übersetzungsfehler zugegeben. Oft bleibt die erste Nachricht in Erinnerung bei den Zuschauern, Zuhörern oder Lesern. Die Wahrheit der rechten Worte bleibt im Dunkeln. Die Übersetzung wird zu selten in Frage gestellt, wenn sie ins Weltbild passt und die eigene Einschätzung bestätigt. (mehr …)