Norwegen x

30 Jul 11

Sehr lesenswerter Artikel.

Dass sich dieses ideologische Gift-Gebräu auch in den des Extremismus unverdächtigen – und besonders in den wohlbetucht- „bildungsnahen“ – Kreisen der Gesellschaft großer Beliebtheit erfreut und sich das einfach gestrickte Gut-Böse-Weltbild der Neokonservativen breit entfalten konnte, liegt nicht zuletzt an den großen Terror-Anschlägen, für die Muslime verantwortlich gemacht werden. Allen voran natürlich der 11. September 2001. Auf einmal fühlte sich die islamische Bedrohung ganz real an. Sie war nicht länger Ausgeburt vermeintlich paranoider Hirne. 9/11 katapultierte die neokonservative Weltsicht auf die Haupttribüne des politischen Diskurses, in dessen Verlauf sich die anti-islamische Querfront formierte. Kein Wunder also, wenn Breivik auch als ein „Kind des 11. September“ bezeichnet wird.

via Anders Behring Breiviks Stichwortgeber und Vordenker kommen aus der Mitte der Gesellschaft | Terrorismus.

15 Jun 07

Der so genannte Global Peace Index der Economist Intelligence Unit (EIU) bewertet 121 Länder nach insgesamt 24 Kriterien, darunter der Zahl der Inhaftierten und der Militärausgaben und stellte fest, dass Norwegen das friedlichste Land und Irak das kriegerischste sei.

Während die meisten europäischen Staaten in der oberen Hälfte der Liste auftauchen, kommen die USA erst auf Platz 96, Russland auf Platz 118 fast ganz am Ende. Israel liegt einen Platz dahinter auf Rang 119. (…)
Einkommen und Bildung seien dabei entscheidende Maßstäbe für die Friedfertigkeit.
Quelle: Yahoo, Studie: Norwegen ist das friedlichste Land der Welt, 30.05.2007

Vision of Humanity – Website des Global Peace Index

Wenn man Einkommen und Bildung entscheidend für den Frieden sind, sollten verantwortungsbewusste Politiker umgehend fordern: Kein Geld mehr für Rüstung und keine Subventionen an Konzerne, die Rüstungsgüter herstellen.

Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu Essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.
Dwight D. Eisenhower in seiner Rede 1953 vor der American Society of Newspaper Editors

Und Albert Einstein schrieb nach dem I.WK:

Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten. Ein Zehntel der Energien, die die kriegführenden Nationen im Weltkrieg verbraucht, ein Bruchteil des Geldes, das sie mit Handgranaten und Giftgasen verpulvert haben, wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen sowie die Katastrophe der Arbeitslosigkeit in der Welt zu verhindern.
Quelle: Albert Einstein, Für einen militanten Pazifismus