Militarisierung x

14 Sep 13

Mit diesem zweiten Zettelkasten möchte ich Inhalte zum Thema „Eugenische Denkmuster und Bereitschaft zu Krieg und Gewaltanwendung“ aufgreifen und über den Rahmen des ersten Zettelkastens hinaus Aspekte von Friedensforschung einbringen.

Mein Zettelkasten "Friedensforschung mit der Maus"

2 Mrz 11

Der Militarisierungsindex zeigt die am höchsten militarisierten Regionen der Welt. Der Befund: Die gegenwärtigen Unruhegebiete in der arabischen Welt sind auch aus militärischer Sicht ein Pulverfass.

via Die grössten Militär-Hochburgen der Welt – News Ausland: Naher Osten & Afrika – bazonline.ch.

5 Sep 09

Sollte man lesen, um zu wissen, welche Wahnideen EU & ThinkTanks bewegen. Da könnte mensch technophob werden

EUISS: What ambitions for European defence in 2020, Jul 2009 – Wikileaks

2 Dez 07

Every gun that is made, every war ship launched, every rocket fired signifies, in the final sense, a theft from those who hunger and are not fed, from those who are cold and are not clothed.
Dwight D. Eisenhower, 1961

17 Nov 07

Die EU müsse zum weltweit einsatzfähigen Sicherheitsakteur werden, der bis 2015 in der Lage ist, eigenständig, also ohne auf NATO-Strukturen zurückgreifen zu müssen, alle – auch die schwierigsten – Militärmissionen auszuführen. Sie müsse über die volle »militärische Eskalationsdominanz« verfügen und sogar weltweit »präventiv« intervenieren können, um »Terroristen« an »Angriffen auf Europa oder europäische Interessen« zu hindern. […]
Zur Erreichung dieser Ziele sieht das Venusberg-Papier einen politisch-militärisch-industriellen Komplex vor: Solange es keine europäischen außen- und verteidigungspolitischen Entscheidungsstrukturen gibt, soll ein »Trirectoire« aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien die militärisch-operative Führung übernehmen. Die Rüstungsaufträge sollen gleichermaßen an ein rüstungsindustrielles »Trirectoire« gehen: EADS, Thales und BAe Systems sind als »prime contractors« vorgesehen. Dies sind die Konzerne, die 2004, einen Tag vor der Verabschiedung des EU-Verfassungsvertrages, in dem die Rüstungsagentur neben einer Verpflichtung der EU zur Aufrüstung verankert werden sollte, ganzseitige Anzeigen geschaltet hatten: »Eine starke europäische Verteidigungsagentur nützt allen.«
Man fragt sich: Was hat der Bertelsmann-Konzern von einer hochgerüsteten, zu den USA in Konkurrenz tretenden Supermacht EU? Offenbar verspricht er sich Vorteile von militärischer Flankierung bei der Eroberung neuer Märkte. Daneben kann vor allem die Bertelsmann-Tochter Arvato lohnende Geschäfte erwarten.
Quelle: Ossietzky 23/2007, Elke Schenk, Bertelsmann macht Weltpolitik

Wer sich mit den Aktivitäten und mit der Geschichte Bertelsmanns auseinandergesetzt hat, weiß um die Tradition des Hauses und der Stiftung.

Auf junge Erwachsene unter 25 Jahren und auf junge HartzIV-Empfänger werde Druck ausgeübt, sich für einen Job bei der Bundeswehr zu entscheiden, sagte Imi-Vorstandsmitglied Jürgen Wagner. Die nächste derartige „Info-Veranstaltung zu Berufsorientierung“ in der Region ist am 5. Dezember in Nagold. „Die Berater zeigen unverbindlich verschiedene Werdegänge in der Bundeswehr auf. In einer Altersspanne von 17 bis 24 Jahren besteht die Möglichkeit zu einer beruflichen Ausbildung.“ So steht es auf der Website der Agentur für Arbeit. In Köln schirmten bewaffnete Feldjäger den Flur im Berufsinformationszentrum gegen Protest-Aktionen ab. Das berichtete Markus Gross von der Initiative „Bundeswehr wegtreten“ am Sonntag im Schlatterhaus. Inzwischen seien die Feldjäger durch „normale Polizisten“ ersetzt worden. Gross sieht in solchen Info-Veranstaltungen eine „Kampagne zur Anwerbung von Jugendlichen in Arbeitsämtern“.
Informationsstelle Militarisierung, Kein Job wie jeder andere, 13.11.2007

Wie sehr diese Militarisierung die Gesellschaft schon erreicht hat, zeigt auch der folgende Beitrag des SWR2-Forums: „Ich hatt’ einen Kameraden“ – Der Soldatentod als neue Herausforderung für Bundeswehr und Gesellschaft

2 Apr 07

Eugen Drewermann in seiner Erich Fromm Lecture 2007  zur Verleihung des Erich-Fromm-Preises an ihn und Konstantin Wecker:

Ich glaube nicht, daß die Kirchen das Recht haben, zu erklären, Jesus habe die Welt erlöst, solange es in der Welt Krieg und die ständige Bereitschaft zum Krieg gibt und solange die überall legalisierte Erziehung vor allem der jungen Menschen zur Kriegstauglichkeit existiert und zum potentiellen Mord auf Staatsbefehl eingesetzt werden kann. Eine Welt, die auf die Gefahr der Gewalt bis heute keine andere Antwort zuläßt als die organisierte Gegengewalt, befindet sich weit außerhalb des Paradieses, es ist eine Kain-und-Abel-Welt. Mit Augustinus gesprochen: Sie zählt zum Reich der Räuberbanden, nicht zur Welt der Erlösung.
Quelle: junge Welt, Opium oder Optimum, 02.04.2007

23 Mrz 07

Linkspartei-Politiker, Künstler und Wissenschaftler haben sich mit einem Gegen-Statement zu den europapolitischen Aktivitäten von Kanzlerin Merkel positioniert. Die Netzeitung dokumentiert den Wortlaut der so genannten Berliner Gegenerklärung.

Im Vorfeld der von Bundeskanzerlin Angela Merkel für den 25. März geplanten „Berliner Erklärung“ fordern mehrere Künstler, Wissenschaftler und Politiker eine europäische Verfassung mit einem klaren Verbot von Angriffskriegen und einem Sozialstaatsgebot. Gemeinsam mit den Linksfraktionschefs Oskar Lafontaine und Gregor Gysi fordern unter anderem der Schauspieler Peter Sodann und die Liedermacher Konstantin Wecker und Reinhard Mey ein „Ende der Geheimdiplomatie“ bei der geplanten Durchsetzung einer EU-Verfassung. Sie wollen statt dessen europaweite Volksabstimmungen über eine Verfassung. Entgegen des bisherigen Verfassungsentwurfs solle die Verfassung anstelle eines „Aufrüstungsgebots das Angriffskriegsverbot des Grundgesetzes und der UN-Charta“ enthalten. „Statt Neoliberalismus im Verfassungsrang“ werden eine Sozialstaatsregelung wie im deutschen Grundgesetz und „die sozialen Menschenrechte der UN-Charta“ verlangt.
Quelle: ngo-online, EU-Verfassung mit Angriffskriegsverbot und Sozialstaatsgebot gefordert, 22.03.2007

Peter Bürger, Diplom-Theologe und Publizist, ist Mitglied der Internationalen katholischen Friedensbewegung Pax Christi, des Internationalen Versöhnungsbundes und der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner. 2006 wurde er für seine Studie Kino der Angst – Terror, Krieg und Staatskunst aus Hollywood mit dem Bertha-von-Suttner-Preis in der Kategorie Film und Medien ausgezeichnet.

Leinwand und Bildschirm prägen unser Bild vom Krieg. Die Rolle der Informationsmedien im Kriegsfall ist schon lange Gegenstand der Kritik. Viel weniger bedacht wird der Beitrag der Unterhaltungsindustrie, für den sich in Fachkreisen der Begriff „Militainment“ etabliert hat. Neben den Kriegsspielen am Computer trägt vor allem das fiktionale Kino zur Militarisierung unserer Kultur bei.

Wer diesem Phänomen auf die Spur kommen möchte, kann die herkömmliche Mediengewaltdebatte vernachlässigen. Viel wichtiger als die Fahndung nach besonders blutigen Szenen ist der Blick auf politische Drehbücher und ästhetische Strategien. Der massenkulturelle Militarismus erstreckt sich auf alle Filmgenres, gibt sich ganz harmlos und nutzt die Faszination, die von neuen Technologien ausgeht. Wegen seiner allgemeinen Verbreitung wird er gar nicht mehr als etwas Ungewöhnliches wahrgenommen.

Dieses Buch zeigt, wie aktuelle Filmtitel dem „Antiterror-Krieg“ und westlichen Militärdoktrinen zuarbeiten. Auch in Europa findet die traditionsreiche Filmarbeit des Pentagon Nachahmung. Der Autor beleuchtet das kriegsfreundliche Kulturdiktat als Angriff auf die freie Gesellschaft. Die Darstellung macht auf einzelne kritische Filme aufmerksam und enthält Vorschläge für einen unverfänglichen Zweig der „Nine-Eleven-Forschung“ im Bereich des Kinos.

Wir brauchen dringend Aufklärung, Verbraucherschutz und Räume für eine Gegenkultur.
Quelle: Telepolis, Bildermaschine für den Krieg, 03/2007

Bildermaschine für den Krieg
Das Kino und die Militarisierung der Weltgesellschaft
Peter Bürger
Broschur – 224 Seiten – Verlag Heinz Heise
ISBN ISBN-10 3-936931-45-3 – 18 Euro

Telepolis: Peter Bürger, Hollywood und Nine Eleven, 11.09.2005
Peter Bürger, Kino der Angst
Peter Bürger im Netz: Friedensbilder

28 Sep 06

Bei imi-online analysiert Jonna Schürkes die „Armee der Arbeitslosen“ und stellt fest, dass der Sozialabbau der Bundeswehr als Rekrutierungshilfe dient.
Die lesenswerte IMI-Analyse 2006/020 finden Sie unter „Armee der Arbeitslosen“: Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der Bundeswehr .

7 Sep 06

Diese Rede hielt Klaus Schramm vom Netzwerk Regenbogen. Sie lesen hier seine einleitenden Worte:

Die Lüge von den „leeren Kassen“ ist leicht zu enttarnen

Auf der einen Seite wird der Bevölkerung – ob von „Rot-Grün“ oder „Schwarz-Gelb“ – seit Jahren eingebläut, es sei kein Geld in den Kassen, es müsse gespart werden und die Sozialausgaben seien zu hoch. Auf der anderen Seite ist Geld in Milliardenhöhe für weltweite Militäreinsätze der Bundeswehr und für Rüstungsausgaben vorhanden.

Wenn uns von „humanitären Einsätzen“ oder „Friedensmissionen“ erzählt wird, sind dies ebenso Lügen. Diese lassen sich auch leicht enttarnen.

Ich gehe chronologisch der Reihe nach sämtliche 9 weltweiten Einsatzorte der Bundeswehr durch. Als erstes kommt also nicht der Kosovo – wie viellleicht die eine oder der andere erwartet – sondern:

1. Georgien und Abchasien
Ich zähle also nicht jeden Einsatzort einzeln, sondern nur die sogenannten Missionen.
Dennoch sind es, wie wir nun sehen werden, inzwischen bereits neun.
Seit 1994 sind in Georgien und Abchasien deutsche Soldaten im Rahmen der UNOMIG (UN Observer Mission in Georgia) im Einsatz – angeblich zur Überwachung des Waffenstillstands zwischen Georgien und Abchasien.
Tatsächlich geht es um die Öl- und Gasvorkommen am Kaspischen Meer. Es ging um ein Zurückdrängen der russischen – ehemals sowjetischen – Einflußsphäre. Und es ging der „schwarz-gelben“ Regierung unter Kohl um den Bruch der grundgesetzlichen Beschränkung der Bundeswehr auf die Landesverteidigung – ein Verfassungsbruch, den erst die „rot-grüne“ Regierung unter Schröder Dank des pazifistischen Nimbus der Pseudogrünen in brutaler Konsequenz umsetzen konnte.
Quelle: Netzwerk Regenbogen, Sozialabbau und Militärausgaben, 01.09.2006

4 Sep 06

Auszug aus der Rede Arno Neubers, Friedensbündnis Karlsruhe, beim Antikriegstag in Karlsruhe:

Anläßlich des Kongo-Einsatzes hat die Wirtschaftspresse gejubelt, endlich ginge es nicht um Moral und Menschenrechte, sondern um Rohstoffe und Gewinnerwartungen. Jetzt wird man noch grundsätzlicher

Die Frankfurter Allgemeine hat in einem Leitartikel geschrieben: „Die Politiker müssen der deutschen Öffentlichkeit beibringen, dass geschichtliche, humanitäre und vordergründige materielle Erwägungen nicht der Grund dafür sind, dass deutsche Soldaten zu Konfliktherden geschickt werden. Im Kern geht es um etwas Grundlegenderes: Deutschland leistet seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung der herrschenden Weltordnung, von der es profitiert wie wenig andere Länder.“ (FAS 13.08.06)

Die herrschende Weltordnung ist keine Ordnung. Sie ist ein blutiges System von Ausbeutung, ungerechten Konditionen, doppelten Standards, Armut, Hunger, Elend, Perspektivlosigkeit und Tod für Millionen Menschen.

Wir wollen keine Armee für Weltordnungskriege. Wir wollen eine andere Weltordnung. Eine Welt des Friedens, der Gerechtigkeit und der Solidarität – das ist unser Ziel. Unser Widerstand gegen Kriegspolitik und Militarismus ist unser Weg. Abrüstung statt Sozialabbau ist unsere Forderung.
Quelle: Informationsstelle Militarisierung, IMI-Standpunkt 2006/067, Wir wollen keine Armee für Weltordnungskriege. Wir wollen eine andere Weltordnung., 03.09.2006

19 Aug 06

Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. arbeitet seit 1996 in einem breiten Spektrum friedenspolitischer Themen mit einem starken Fokus auf Deutschland und seine Rolle in der Welt.

Als gemeinnütziger Verein ist es ihr Ziel mit ihren Analysen und Informationen einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Dabei versteht sich der Verein als ein Mittler zwischen der Friedensbewegung und der wissenschaftlichen Bearbeitung von Konflikten und Konfliktkonstellationen durch die Wissenschaft.

26 Sep 05

Die Initiative für globale Gleichheit wurde im Herbst 2002 bei Heilbronn als unabhängige Vereinigung von Kriegsgegnern gegründet. Sie will den Blick für den gesellschaftlichen Zusammenhang zwischen der Militarisierung nach außen, sozialem Kahlschlag und dem Ausbau polizeistaatlicher Methoden – vor allem nach dem 11.9.2001 – schärfen.

12 Apr 05

Dissident Voice is a Radical Newsletter in the Struggle for Peace and Social Justice.

… dedicated to challenging the distortions and lies of the corporate press and the privileged classes it serves. The goal of Dissident Voice is to provide hard hitting, thought provoking and even entertaining news and commentaries on politics and culture that can serve as ammunition in struggles for peace and social justice.