Joseph Beuys x

27 Feb 05

Aus kunstwissen.de:
Beuys inkarniert sich in die von Rudolph Steiner propagierten Ideen zur Gestaltung des Gemeinwesens ein und entwickelte sie weiter. Steiner hatte die Ideen der französischen Revolution mit Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit benannt und auf Teile des Gemeinwesens bezogen: Freiheit gestaltet den Bereich der Kultur, Gleichheit den Bereich des Rechts, Brüderlichkeit den Bereich der Wirtschaft. Der Mensch ist zugleich Soziales Wesen, Einzelwesen und dann Freies Wesen, er ist Sender und Empfänger. Der Mensch trägt den göttlichen Funken in sich, sein Denken ist größer als jede Galaxie.

Ein Nachdenken über Leben und Werk von Joseph Beuys lohnt sich. Mehr auf beuys.org.

Ende 1978 veröffentlichte Joseph Beuys seinen Aufruf zur Alternative in der Frankfurter Rundschau – aktuell ist er noch immer.
Der einzige Weg ist die gewaltfreie Transformation. Gewaltfrei nicht etwa darum, weil Gewalt zur Zeit oder aus bestimmten Gründen nicht erfolgversprechend erscheint. Nein. Gewaltfreiheit aus prinzipiellen menschlich – geistig – moralischen und politisch gesellschaftlichen Gründen.

Einerseits steht und fällt die Würde des Menschen mit der Unverletztlichkeit der Person und die Ebene des Menschentums verläßt, wer dies missachtet. Andererseits sind gerade die zu transformierenden Systeme auf Gewalt in jeder nur denkbaren Form aufgebaut. Deshalb ist jede Art von Gewaltanwendung ein Ausdruck systemkonformen Verhaltens, verfestigt also, was es auflösen will.
Was wahr ist, bleibt wahr.

Soziale-Plastik.org orientiert sich an Joseph Beuys Auffassung: Es gibt keine befriedigendere Methode der Selbstverwirklichung als am Aufbau einer guten Gesellschaft mitzuwirken.