US-Ärzte schätzen Kosten für medizinische Behandlung von ehemaligen Soldaten auf 650 Milliarden Dollar

Mal ein paar Zahlen um die zivilen Folgekosten des Irak-Krieges:

60000 Soldaten sind seit Kriegsbeginn im März 2003 verletzt worden. Verbesserte Schutzausrüstung und Erstversorgung führen dazu, daß sie trotz schwerer Gehirn- und Wirbelsäulenverletzungen überleben. Der Anteil der Amputationen ist dem Bericht zufolge höher als in den Kriegen des 20. Jahrhunderts. Entsprechend hoch seien die Behandlungskosten sowie die Folgekosten bei Schwerstbehinderten. […] Zwischen zwölf und 20 Prozent der Soldaten leiden nach Angaben der US-Veteranenbehörde – einer Regierungseinrichtung – an posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen psychischen Erkrankungen. Die PSR-Ärzte verweisen auf eine neuere Studie, die gar eine 25-Prozent-Quote zeigt. Betroffen sind vor allem Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Die Krankheit wird meistens erst spät erkannt. Bis heute kamen 50000 Soldaten in Behandlung. Da bislang 1,5 Millionen Amerikaner im Irak stationiert waren, werden die Patientenzahlen in den nächsten Jahren gewaltig nach oben schnellen. Erschwerend kommt hinzu, daß bislang eine halbe Million Soldaten mehrfach in den Irak geschickt wurden: »Diese Veteranen werden öfter krank und haben größere soziale Probleme.«
Quelle: junge Welt, Aus dem Krieg in die Psychiatrie, 30.11.2007

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