Weltweite Rüstungsausgaben auf Rekordhöhe

Der Friedenspolitische Ratschlag fasst die Ergebnisse des Jahresberichtes 2007 des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI zusammen:

Der von den USA ausgerufene „Krieg gegen den Terror“ hat die weltweiten Rüstungsausgaben auf neue Rekordhöhen getrieben. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) am 11. Juni mitteilte, wurden im Vorjahr 1.204 Mrd. US-Dollar (900 Milliarden Euro) und damit pro Kopf der Weltbevölkerung 184 Dollar (137 Euro) für militärische Zwecke ausgegeben. Das waren 3,5 Prozent mehr als 2005. In den vergangenen zehn Jahren sind die Rüstungsausgaben weltweit um 37 Prozent gestiegen. Die 15 Staaten mit den höchsten Militärausgaben stehen für 83 Prozent der gesamten Weltausgaben für Militär und Rüstung.

Das meiste Militär leisten sich die USA. Die USA gaben im Vorjahr 528,7 Mrd. Dollar (396,2 Mrd. Euro) für militärische Zwecke aus und standen damit allein für knapp die Hälfte (46 %) der weltweiten Rüstungsausgaben. Bei der Steigerung gegenüber 2005 betrug der US-Anteil mit 62 Prozent sogar mehr als die Hälfte. Dabei fallen vor allem die Kriegsausgaben für Afghanistan und Irak ins Gewicht. SIPRI errechnete, dass die USA bis zum Jahr 2016 schätzungsweise 2.267 Mrd. Dollar allein für diese beiden Kriege ausgegeben haben wird. China überholte mit 49,5 Mrd. Dollar (37,1 Mrd. Euro) erstmals Japan (43,7 Mrd. Dollar) als das Land mit dem höchsten Militäretat Asiens.

Wer bisher noch naiv dachte, er könne den Friedensbemühungen der USA und EU im Nahen Osten vertrauen, der sollte sich folgenden Absatz durch den Kopf gehen lassen:

Allein im Vorjahr wurden dabei aus Deutschland Rüstungsgüter für 3,9 Milliarden Dollar ausgeführt und damit mehr als doppelt so viel wie 2005 mit 1,5 Milliarden Dollar. „Die USA und die EU-Länder versorgen weiter die Nahost-Region mit gewaltigen Mengen an Waffen“, sagte der zuständige SIPRI-Experte Siemon Wezeman. Unter den Top 10 der Waffeneinkäufer befinden sich fünf Länder des Nahen Ostens.

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