Unsere Regierung hat sich für 3.000 Milliarden Dollar einen Krieg gekauft

Die Harvard-Professorin Linda Bilmes schätzt die Kriegskosten mittlerweile auf 3.000 Mrd. US-Dollar, auch weil die Pensions- und Gesundheitskosten der Kriegsversehrten bedeutend höher ausfallen.

Denn auf jeden der rund 3 000 im Irak gefallenen US-Soldaten kommen 16 Verwundete. „Das ist historisch betrachtet eine außergewöhnlich hohe Quote“, betonte Bilmes – im Vietnamkrieg kamen auf einen Toten 2,8 verletzte US-Soldaten, im zweiten Weltkrieg waren es nur 1,5. Ein Grund dafür ist die enorme emotionale Belastung, unter der die US-Soldaten im Irak stehen: „Jeder dritte Heimkehrer leidet an einer psychischen Störung“, betonte die Harvard-Wissenschaftlerin. […]
„Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Krieg gut für die US-Wirtschaft ist“, betonte die Harvard-Forscherin Bilmes. Denn das Geld, das die Vereinigten Staaten für den Irak-Krieg ausgeben, hätten sie für Infrastruktur oder Sozialpolitik ausgeben können. „Unsere Regierung hat sich für 3 000 Milliarden Dollar einen Krieg gekauft“, sagte Bilmes. „Sie hätte dafür genauso gut Brücken oder neue Schulen kaufen können.“
Quelle: Handelsblatt, Ein Krieg für 3 000 Milliarden Dollar, 15.01.2007

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