Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte

Der Schweizer Theologe Hans Küng hat in Köln den Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte erhalten.

In seiner Dankesrede kritisierte Hans Küng die Politik der gegenwärtigen amerikanischen Regierung als einen Rückfall in das überholte Paradigma der militärischen Konfrontation, Aggression und Revanche. Statt einer ethisch fundierten Politik der Menschenrechte betrieben die USA „eine Völkerrecht und Genfer Konventionen missachtende Machtpolitik unter dem Vorwand der Durchsetzung von Demokratie und Menschenrechten“.
Quelle: Kultur in Bonn.de, Hans Küng erhält Lew-Kopelew-Preis 2006, 03.12.2006

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands habe George Bush Senior Hoffnung auf eine friedlichere Welt gemacht. Durch Versäumnisse im Nahen Osten und eine Problembewältigung mit Militärgewalt gebe es nun eine neue Welt-Unordnung. Bush Junior präsentiere sich zwar arrogant als Christ, seine Politik aber sei menschenverachtend.
Quelle: Kölnische Rundschau, Deutliche Worte zur Politik Bushs, 03.12.2006

Die schweizerische Außenministerin Micheline Calmy-Rey bezeichnete ihren Landsmann Küng in ihrer Laudatio als den «Inbegriff des Intellektuellen, der sich in die öffentliche Sache einmischt». Ganz im Sinne Küngs gelte es, die Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Religionen zu betonen und zu fördern. Nicht Abgrenzung, sondern gegenseitiger Respekt sei gefragt: «Wenn es also um das Kopftuch der Kassiererin geht, sollten wir alle die Zeichen und Formen (…) nicht allzu eng begreifen. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie selbstverständlich es für meine katholische Großmutter war, immer Kopftuch zu tragen.»
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Küng wirft Bush «massive Verletzung der Menschenrechte» vor, 03.12.2006

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