Traumatisierte Heimkehrer

Die Station für Neurologie und Psychiatrie des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg ist voll belegt. Seitdem sich die Bundeswehr in Somalia, im Kosovo oder in Afghanistan engagiert, ist die Zahl der Patienten sprunghaft angestiegen. Immer mehr Soldaten verkraften den Hass, die Gewalt, die Minenfelder und Schießereien nicht, die sie bei Auslandseinsätzen erleben. […]
Seit mehr als zehn Jahren behandelt die Bundeswehr hier Soldatinnen und Soldaten aus ganz Deutschland, die mit den Langzeitfolgen ihrer Auslandseinsätze nicht fertig werden, sagt Oberstarzt Dr. Karl-Heinz Biesold, der Leiter der Hamburger Militärpsychiatrie.
„Die ersten Patienten, aber wirklich nur einzelne kriegten wir schon nach Kambodscha, das ist 92/93 gewesen, dann die nächsten nach Somalia und in größerem Umfang dann mit dem Balkan-Einsatz insbesondere nach dem doch sehr kriegsnahen Einsatz 1999 im Kosovo, wo die Soldaten zum ersten Mal mit unmittelbaren Kriegsfolgen konfrontiert waren, mit den Auswirkungen von Gräuel und Zerstörung.“
Quelle: dradio.de, Traumatisierte Heimkehrer, 28.11.2006

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