Wir müssen ja immer mit neuen Kriegen rechnen

In der jungen Welt lesen Sie »Wir müssen ja immer mit neuen Kriegen rechnen«. Ein Interview mit Karl ter Horst, der ein Netzwerk mit konspirativen Wohnungen zur Unterstützung von Deserteuren aufgebaut hat und es seit Beginn des Irak-Kriegs im Jahr 2003 betreibt.

Haben Sie Schwierigkeiten mit deutschen Behörden?
Auch nicht. Als ich damals anfing, hat eine Journalistin für mich recherchiert, was mir alles passieren könnte. Ihr zufolge habe ich in Deutschland wohl nichts zu befürchten. Der engagierte Wissenschaftler und Schriftsteller Walter Jens, der im ersten Golfkrieg einen Soldaten aufgenommen hat, ist vor Gericht gestellt und freigesprochen worden. Insofern haben wir ein Präzedenzurteil. Aber in den USA würde ich wahrscheinlich sofort in Haft genommen.

Wie sind die Reaktionen von Leuten, die von Ihren Aktivitäten erfahren?
Einhellig positiv. […]

Wie kann man Ihr Projekt unterstützen?
Am besten nimmt man per E-Mail Kontakt zu mir auf. Die Adresse steht auf meiner Internetseite. Am 27. Dezember wird es in Schüttorf ein Benefizkonzert mit Nina Hagen und anderen geben, dessen Erlöse dem Projekt zugute kommen. Vielleicht können wir danach jemanden einstellen, der mir hilft. Wir müssen ja immer wieder mit neuen Kriegen rechnen. Wir müssen auch mit deutschen Deserteuren rechnen. Insofern werde ich diese Arbeit als Pastor einer so großen Gemeinde langfristig nicht alleine schaffen.
Quelle: junge Welt, »Wir müssen ja immer mit neuen Kriegen rechnen«, 23.11.2006

Infos im Internet:
pastor-terhorst.de
connection-ev.de

Dieser Beitrag wurde unter Deutschland abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.