Britische Soldaten und ihre Familien gegen den Krieg

Es rumort in der britischen Armee und der Royal Air Force. Die Zahl der Soldaten, die sich „unerlaubt vom Dienst entfernen“, ist seit Beginn der Irak-Invasion auf das Dreifache gestiegen. Noch stärker zugenommen hat das Engagement von vielen Familien der im Irak und in Afghanistan eingesetzten Männer, sie bestreiten die Legalität und den Sinn der Operationen und kooperieren mit der Antikriegsbewegung. „Ein neuer Trend“, denkt Burgin, „ohne die zumindest stillschweigende Zustimmung ihrer Männer, Väter und Söhne würden sie dies nie tun.“ […]
Dennoch haben die Downing Street 10 und die Armee ein Problem: Sie finden nicht mehr genug Freiwillige. Die britische Armee (sie umfasst 110.000 Männer und Frauen, vom Sanitätspersonal bis zu PC-Spezialisten) braucht pro Jahr 10.000 bis 20.000 neue Rekruten, um einsatzfähig zu bleiben. In Schottland, einem traditionellen Rekrutierungsgebiet, ist die Zahl der Freiwilligen merklich gesunken. Ein Grund dafür mag sein, dass die Schotten die Irakpolitik der Labour-Regierung entschiedener ablehnen als viele Engländer. Aber vielleicht ist es auch auf das Engagement von Leuten wie Rose Gentle zurückzuführen. Ihr Sohn starb 2004 in Basra. Seither geht sie von Schule zu Schule, um dort werbenden Militärs entgegen zu treten und den Jungen zu erzählen, wie es war, als ihr Gordon in den Krieg zog und nicht mehr zurückkam.
Quelle: Freitag 38, Lieutenant Kendall-Smith und die Kabelschneider, 22.09.2006

Mehr Infos zum Thema etwa bei der Organisation Military Families against the War und bei Stop the War Coalition

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