Meine Hochachtung all den Friedenskräften und Verweigerern in Israel

Ruth Asfour begründet in einem Offenen Brief an Salomon Korn ihre Kündigung ihrer Mitgliedschaft bei der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit:

[…] Meine jüdischen Freunde und ich teilen die Sorge um den Staat Israel und sparen nicht mit Kritik an diesem Staat, der über die viertgrößte Militärmacht der Erde verfügt, aber eben nur über diese Waffengewalt, die der Diplomatie gar keinen Raum einräumt und jedem Staatsbesucher – ob er will oder nicht – zuerst Yad Vashem zeigt. Wie kann man allein mit diesem entsetzlichen Leid der Vorväter Politik machen wollen? Die Palästinenser und die an Israel angrenzenden Länder tragen keinerlei Schuld am Holocaust! Die Palästinenser mußten 1948 ihr Land entschädigungslos verlassen – 1967 wurden manche das zweite oder dritte Mal Flüchtlinge. Alle UN-Resolutionen wurden von Israel mißachtet sowie das Urteil von Den Haag über die 8 Meter hohe Betonmauer, die sich weit in palästinensisches Land hineinfrißt und fruchtbares Land und Quellen den Israelis zuschlägt. Immer mehr palästinensisches Land wird enteignet, auch für Straßen zu den völkerrechtswidrigen Siedlungen, Apartheids-Straßen, auf denen die ursprünglichen Besitzer des Landes nicht fahren dürfen.

39 Jahre dauert die Besatzung palästinensischen Landes nun schon. Bald 40 Jahre Ausgangssperren, Häuser, Obstplantagen, Olivenhaine werden von der israelischen Besatzungsarmee plattgemacht, nächtliche Razzien und Verschleppung. So wächst der Haß schon bei den Kindern.

10.000 Gefangene – manche ohne Gerichtsverhandlung – sind in den israelischen Gefängnissen. […]
Meine Hochachtung all den Friedenskräften und Verweigerern in Israel, die dort sehr oft als „Verräter“ oder „Staatsfeinde“ bezeichnet werden.

Der vollständige Offene Brief ist bei Freace.de dokumentiert.

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