Gesellschaft Kultur des Friedens

Die Internationale Gesellschaft Kultur des Friedens wurde im Mai 1988 in Tübingen von KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, SchriftstellerInnen und engagierte Menschen aus aller Welt gegründet, um einen Gegenentwurf zu unserer bedrohten Welt zu entwickeln. GründerInnen waren u.a. Mikis Theodorakis, Tschingiz Aitmatov, Karola Bloch, Christa Wolf, Robert Jungk. Die Gesellschaft will dazu beitragen, dass Krieg, weltweite Militarisierung, Hunger, Ausbeutung, Armut, Fremdenhaß und Rassismus, Zerstörung der Natur und menschlichen Persönlichkeit überwindet werden.

„Ich wünsche mir, daß der Begriff ‚Kultur des Friedens‘ eine weltweite Denk- und Handlungsbewegung wird“
Christa Wolf, 8. Mai 1988 in Tübingen

Unter diesem Begriff „Kultur des Friedens“ werden weltweit Aktionen und Projekte durchgeführt, die den Kult des Krieges und der Gewalt überwinden helfen sollen und sich um wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, Entmilitarisierung und zivile Konfliktlösung, Toleranz und Friedenserziehung sowie eine nachhaltige Entwicklung bemühen. Der sogenannten Globalisierung der Wirtschaft soll eine globalisierte Solidarität entgegengesetzt werden.

Bis heute wurden bereits zahlreiche Projekte und Aktivitäten für das friedliche Zusammenleben der Menschen realisiert – über Grenzen der Nationalität, Hautfarbe, Religion, Ideologie und des Geschlechts hinweg. Internationale Zusammenarbeit im Bereich der Kunst, Kultur, Wissenschaft, Medien und des Sports soll dazu beitragen, Brücken bei gesellschaftlichen Spannungen zu bauen. In Konflikt- und Kriegsregionen werden demokratische, zivile Kräfte unterstützt, um militärische Eskalation zu verhindern. Projekte wurden bereits durchgeführt in Chile, Kolumbien, Kuba, Irak, Griechenland, Türkei, Bosnien-Herzegovina und im ehem. Jugoslawien.

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